
Mein Jacquardwebstuhl
Bei einem Jacquardwebstuhl werden die Muster über Lochkarten gesteuert gewebt.
Mit jedem Tritt wird vom Jacquardkopf eine Lochkarte abgetastet und über eine Zugvorrichtung die festgelegten Kettfäden gehoben. Der Weber trägt den Schussfaden ein. Dies wiederholt sich endlos, das Muster entsteht.
Diese Art der Webstühle wurde 1805 von Herrn Jacquard in Lyon vorgestellt. Es konnten erstmals aufwändige Muster durch einen Weber alleine, ohne eine zweite Person, dem Ziehjungen, gewebt werden – 50% der Arbeitskräfte wurden mit einem Schlag nicht mehr benötigt. Die industrielle Revolution begann.
Mein Jacquardhandwebstuhl ist ca. 60 – 80 Jahre alt. Über die Lochkarten können 400 Kettfäden einzeln angesteuert werden. Es entstehen immer 8 gleiche Muster (Rapporte) nebeneinander. Die Höhe des Musters wird durch die Anzahl der Lochkarten bestimmt.